"Reden über Lösungen schafft Lösungen!"

Forschung

Eine ständig aktualisierte Liste von Forschungsarbeiten zum Lösungsfokussierten Ansatz findet sich bei Dr. Alasdair Macdonald hier.

Weiterführende Links
Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Systemischen Therapie
Forschungsseite der Systemischen Gesellschaft
Forschungsseite der EBTA

FORSCHUNG IM ILK

Wirksamkeit und Wirkfaktoren von Lösungsfokussierter Therapie und EMDR bei einfachtraumatisierten Klienten

S. Gehr & N. Gomersall (in Arbeit)

Diese Studie geht der Frage nach, wie wirksam die beiden oben genannten Kurzzeittherapien bei traumatisierten Klienten im Vergleich sind. Ein weiterer Teil der Studie beschäftigt sich mit den speziellen Wirkfaktoren der LFT. Hierzu wird eine Stichprobe von mindestens 20 einfachtraumatisierten Klienten randomisiert auf zwei Versuchsgruppen (LFT und EMDR) die mindestens 5 Therapiesitzungen in der angegliederten Praxis für Psychotherapie durchlaufen. Die Fragebogenbatterie umfasst die folgenden Tests: IIP-D und BSI (als Screeninginstrumente), CAPS (zur Erfassung des Traumas), SOC-Scale, General Self Efficacy Questionnaire, FELT (zur Untersuchung der einzelnen Wirkfaktoren).

Die Studie umfasst ein Prä-Post-Design. In einer Folgestudie sollen die Katamnese-Daten evaluiert werden.

FORSCHUNG ZUR LÖSUNGSFOKUSSIERTEN THERAPIE NACH STEVE DE SHAZER (LFT)

Lösungsorientierte Kurzzeitpsychotherapie bei Angststörungen - Eine Evaluation

Linßen (2001)

In einer privaten psychotherapeutischen Praxis wurde die Wirksamkeit lösungsorientierter Kurzzeitpsychotherapie bei 29 angstgestörten Klienten überprüft. Davon durchliefen 15 Klienten eine viermonatige Katamnese. Die durchschnittliche Anzahl an Sitzungen betrug 3,9. Die umfassende Fragebogenbatterie (SCL-90-R, IIP-D, BAI, AF, KASSL, VEV, IPC, Berger Selbstakzeptanzskala) wurde computerbasiert dargeboten. Der Einsatz einer Wartekontrollgruppe ermöglichte die Berechnung von Nettoeffekten. Die mittleren Effektstärken steigen von Posttest zur Katamnese an. Bedeutsame und dauerhafte Netto-Verbesserungen erfuhren die Klienten in den Bereichen subjektives Änderungserleben, Symptome, interpersonelle Probleme und Kontrollüberzeugungen. Die Werte in der Selbstakzeptanz hingegen blieben unverändert.

Schlüsselwörter: Lösungsorientierte Kurzzeitpsychotherapie, Psychotherapieforschung, Angststörungen, Evaluation, Effektivität, Qualitätssicherung.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) beim Autor erhältlich.


Wirksamkeit lösungsfokussierter Therapie bei Depressionen

Silke Dahlhaus

Diese Studie geht der Frage der Wirksamkeit lösungsfokussierter Therapie bei Depressionen nach. Hierzu sollen über Zeitungsartikel Klienten rekrutiert werden, die unter depressiven Störungen leiden. In einem kontrollierten Prä-Post-Katamnese-Design kommen standardisierte Fragebögen, wie z.B. der BDI und die SCL 90-R zum Einsatz.

Ergebnisse dieser Arbeit sind auf Anfrage (per Email) bei der Autorin erhältlich.

Ein zusammengefaßter Forschungsbericht zu diesen zwei Evaluationsstudien ist auf Anfrage bei Herrn Linßen erhältlich.


Elemente lösungsorientierter Kurzzeittherapie aus der Sicht von Klienten

Allmaier (2002)

Diese Studie geht der Frage nach, welche Elemente der lösungsorientierten Kurzzeittherapie von Klienten als hilfreich und welche als hinderlich erlebt wurden. Diese Befunde werden in Beziehung zu den individuellen Therapieerfolgen gesetzt. Die befragten Klienten rekrutieren sich aus der o.g. Evaluationsstudie von Linßen (2001). Als Erhebungsinstrument kommt ein neu konstruierter Fragebogen mit vorwiegend geschlossenen Fragen zum Einsatz, der folgende Therapieelemente erfaßt:

Wunderfrage, Skalierungsfragen, Rückmeldungen, Aufgaben, Fragen nach Ausnahmen, Zusammenarbeit mit dem Team, allgemeine Lösungsorientierung, spezifische Ressourcenstärkung, eigenständige Wahl des Zeitpunkts der nächsten Sitzung, Unterbrechung der Sitzung, Einsatz von Videokamera.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) bei der Autorin erhältlich.

SPEZIFISCHE UND ALLGEMEINE WIRKFAKTOREN IN DER LÖSUNGSFOKUSSIERTEN THERAPIE NACH DE SHAZER

Therapeutische Beziehung, Klienten-Selbstbezogenheit und therapeutische Technik

an der Heiden (2003)

Im Anschluss an die Evaluation der lösungsfokussierten Therapie von Angststörungen (Linßen, 2001) werden in der vorliegenden Studie 37 Therapien hinsichtlich mehrerer Prozessfaktoren untersucht. Dabei ist die Hauptfragestellung, welche Relevanz die lösungsfokussierte Technik im Vergleich zu allgemeinen Wirkfaktoren der Psychotherapie in der Prognose des Therapieergebnisses aufweist. Betrachtet wurde, neben der Ausprägung der lösungsfokussierten Technik als spezifischem Wirkfaktor, die Qualität der therapeutischen Beziehung und Aspekte der Klienten-Selbstbezogenheit. Diese allgemeinen Prozessvariablen sind grundlegende Wirkfaktoren innerhalb des Allgemeinen Psychotherapiemodells von Orlinsky & Howard und haben sich in der Psychotherapieforschung als robuste Prädiktoren des Outcome erwiesen, während die Wirkung der spezifischen therapeutischen Technik als von den zugrundeliegenden Therapietheorien überschätzt anzusehen ist. Der lösungsfokussierte Therapieansatz zeichnet sich dadurch aus, dass er sowohl die therapeutische Beziehung als auch die Klienten- Selbstbezogenheit in den Grundprinzipien der Kooperation und der Klientenorientierung verkörpert.

Für die integrative Betrachtung der drei Prozessfaktoren wurden digitalisierte Videoaufnahmen der jeweils 2. Sitzung der lösungsfokussierten Therapien analysiert. Die Qualität der therapeutischen Beziehung wurde mithilfe des Working Alliance Inventory in der Observer-Form (WAI-O) erhoben. Für die Messung der Technikausprägung wurden computerunterstützt die Äußerungen des Therapeuten hinsichtlich der Lösungsfokussierung kategorisiert und somit die Ausprägung der Technik im Sinne des prozentualen Anteils lösungsfokussierter Äußerungen am Gesamtbeitrag des Therapeuten bestimmt. Die Klienten-Selbstbezogenheit wurde hinsichtlich zweier Aspekte betrachtet: die Offenheit für das therapeutische Angebot (die Wahrscheinlichkeit einer lösungsorientierten Antwort des Klienten nach einer lösungsfokussierten Therapeutenäußerung) und die Offenheit für Veränderung (der Beziehungstyp: Kunde/Klagender/Besucher).

In der hohen Ausprägung der Prozessfaktoren in den Therapien zeigt sich die erfolgreiche Umsetzung des lösungsfokussierten Ansatzes. Die Technikanwendung steht dabei im Einklang mit einer überwiegend guten therapeutischen Beziehung und hoher Aufnahmebereitschaft der Klienten. Auf der Mikroebene zeigt sich die gegenseitige Anpassung der Gesprächspartner in Hinblick auf die Lösungsfokussierung sowie die Initiative des Therapeuten, das Gespräch in eine lösungsorientierte Richtung zu lenken. Für die Prognose des Outcome, der durch den GSI-Wert der SCL 90-R Skala und den Gesamtwert des Beck Angst Inventars (BAI) repräsentiert wird, konnte sich jedoch lediglich die Qualität der therapeutischen Beziehung als statistisch bedeutsam erweisen.

Im Vergleich von Dropout und abgeschlossener Therapie zeigt sich in der Unterstichprobe von 7 Dropouts eine tendenziell niedriger ausgeprägte therapeutische Beziehung und Aufnahmebereitschaft des Klienten sowie ein höherer Anteil an Klagenden-Beziehungen. Der Beziehungstyp erweist sich insgesamt als eine sehr sinnvoll differenzierende Kategorie. Er steht in starkem Zusammenhang mit den anderen Prozessfaktoren sowie tendenziell mit der Verringerung der allgemeinen Symptomatik und trägt zur Prognose von Dropout bei. In einer a posteriori-Analyse der signifikanten Prätest-Prozess-Zusammenhänge wurden u.a. Hinweise für den negativen Einfluss der Schwere und Komplexität der Störung sowie von Depressivität und Machtlosigkeit auf den Therapieprozess gewonnen. Diese Zusammenhänge sind jedoch, wie auch die Betrachtungen hinsichtlich der kleinen Unterstichproben (7 Dropouts, 5 abgeschlossene Klagenden-Therapien), als vorläufig anzusehen.

Insgesamt ist die Aussagekraft der Studie durch die geringe Power eingeschränkt und der Generalisierung der Ergebnisse Grenzen gesetzt, da die Therapien nur eines einzigen Therapeuten untersucht werden konnten.

Implikationen für die Praxis ergeben sich vor allem aus der Betonung der lösungsfokussierten Grundprinzipien im Vergleich zur lösungsfokussierten Technik sowie den Implikationen einer Klagendenbeziehung. Folgestudien sollten sich u.a. den konkreten Einflussmöglichkeiten des Therapeuten auf die verschiedenen Prozessfacetten widmen.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) bei der Autorin erhältlich.


Input, Prozess und Outcome in der lösungsfokussierten Therapie nach de Shazer - eine explorative Studie

Vielhaber (2004)

Diese naturalistische Prozess-Oucome-Studie untersuchte die Beziehung zwischen Inputvariablen, Prozessvariablen und dem Outcome in der lösungsfokussierten Therapie nach de Shazer. Die Stichprobe bestand aus 51 Klienten mit Depressionen oder Angststörungen, die in einer privaten psychotherapeutischen Praxis durch ein lösungsfokussiertes Vorgehen behandelt wurden. In Vorgängerstudien wurde über den Selbstreport der Klienten die Belastung an interpersonalen Problemen und die spezifische sowie allgemeine Symptombelastung durch das Inventar zur Erfassung interpersonaler Probleme (IIP-D), das Beck Angst Inventar (BAI), das Beck Depressions Inventar (BDI) und die Symptomcheckliste von Derogatis (SCL-90-R) erhoben. Die Beurteilung von Videoaufzeichnungen über LFTVideo und LFTVideoAnalyse ermöglichte die Erhebung der Prozessmaße Aufnahmebereitschaft der Klienten und therapeutische Technik. Das Working Alliance Inventory (WAI-O) wurde zur Beurteilung der therapeutischen Beziehung verwendet. Über Korrelationen und Pfadanalysen unter AMOS konnte gezeigt werden, dass je mehr interpersonale Probleme vor der Therapie vorhanden waren, desto mehr therapeutische Technik, in Form von Lösungssprache des Therapeuten, in der Therapie benutzt wurde. Der vermehrte Einsatz von Lösungssprache hatte jedoch keine Auswirkung auf das Therapieergebnis. Insgesamt wies keine Prozessvariable einen signifikanten Einfluss auf das Outcome der lösungsfokussierten Therapie auf.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) beim Autor erhältlich.


Eine Untersuchung zur Wirksamkeit lösungsfokussierter Therapie

Ulbrich (2004)

In einer naturalistischen Studie wurde die Wirksamkeit lösungsfokussierter Therapie an einer unausgelesenen Stichprobe von KlientInnen einer ambulanten Psychotherapiepraxis untersucht. Gegenstand der Untersuchung war die Wirksamkeit nach genau fünf Therapiesitzungen und für Therapien, die länger als fünf Stunden dauerten, der Anteil der folgenden Stunden am Therapieerfolg.

Untersucht wurde der Therapieerfolg im symptomatischen Bereich (Globaler Symptomindex der SCL-90-R), auf interpersoneller Ebene (Gesamtwert des IIP-D), der Kohärenzsinn (SOC29) und die Lebenszufriedenheit (SWLS).

Lösungsfokussierter Therapie kann in dieser Untersuchung eine gute und klinisch bedeutsame Wirksamkeit zugesprochen werden. Es zeigt sich aber auch, dass entsprechend der Untersuchung von Hansen et al. (2003) eine Dosis von fünf Stunden für die meisten der Teilnehmer eine Unterversorgung ergäbe. Für die relevanten Outcomemaße (relevant in der Hinsicht, dass sie konkrete Therapieanlässe liefern), also die Symptomebene und interpersonelle Probleme, zeigte sich, dass die Therapien größere Effekte erst über die fünfte Stunde hinaus bewirken. Die Therapien dauerten zwischen 7 und 19 Stunden (m = 11,8; SD =4,2).

Die Ergebnisse stützen das Phasenmodell der Psychotherapie (Howard et al., 1993; Lueger, 1995). Die Interpretation der Dosis- Wirkung Kurve (Howard et al., 1986), die besagt, dass die Wirksamkeit von Psychotherapie in den ersten Stunden am größten ist und mit steigender Sitzungszahl in einem logarithmischen Verhältnis sinkt (Barkham et al., 1996), kann mit den Ergebnissen dieser Studie nicht bestätigt werden.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) beim Autor erhältlich.


Die Effektivität Lösungsfokussierter Therapie in der Praxis

Lehnert (2006)

Die Studie untersuchte die Effektivität lösungsfokussierter Therapie in vier ambulanten, psychotherapeutischen Praxen. Insgesamt 38 unausgelesene Fälle wurden vor Beginn und nach Ende der Therapie mit standardisierten Fragebögen untersucht; die Dauer der Therapie war nicht begrenzt. Neben der allgemeinen Wirksamkeit (Verringerung von Symptomen, Abnahme interpersonaler Probleme, Zunahme von Kohärenzgefühl und Lebenszufriedenheit) wurde der Frage nachgegangen, ob sich Klientenmerkmale (Art, Dauer und Intensität der Störung), Anzahl der Therapiesitzungen oder Zugehörigkeit zu einem Therapeuten möglicherweise auf den Erfolg der Therapie auswirken.

Die Diplomarbeit ist auf Anfrage (per Email) bei der Autorin erhältlich.

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